rustikaler bauernlaib *hefewasserversion

voraussetzung: aktives ferment-/hefewasser

vorteig
150 gr hefewasser
150 gr roggen 1150
gut vermischen und in einem hohen, transparenten behälter (ich nutze sturzgläser von weck) verdoppeln lassen (ich im gärautomat bei etwa 28/29 grad)
anschließend über nacht in den kühlschrank stellen zum nachreifen


brühstück
30 gr altbrotbrösel, stark geröstet und gemahlen
30 gr getreideflocken, z. b. roggenmalzflocken
150 gr wasser, kochend
alles in einem schälchen vermischen und abdecken
auskühlen und quellen lassen, ggf über nacht in den kühlschrank stellen


hauptteig
150 gr wasser
vorteig
brühstück
10 gr rübensirup
350 gr weizen 812

alles verkneten, so dass es keine trockenen stellen mehr gibt - 30 minuten abgedeckt quellen lassen
anschließend auf langsamer stufe kneten
nach bedarf noch
25 gr wasser
langsam einfließen lassen, kurz vor ende
12 gr salz
hinzufügen und fertig kneten, der teig löst sich vom schüsselrand und wird mittelfest, geschmeidig, dehnbar

eine teigwanne leicht einölen und den teig hineingeben, mit feuchten händen zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold, 1 h ruhen lassen
2. coil fold, 1 h ruhen lassen
3. coil fold, 1 h ruhen lassen
4. coil fold, teig gehen lassen bis er sich verdoppelt hat - je nach triebkraft und temperatur nochmal 1 bis 2 h

gut aufgegangenen teig auf die bemehlte arbeitsfläche geben
einen laib formen, teigling rundum bemehlen und in ein vorbereitetes gärkörbchen geben (schluss unten für eine rustikale optik - schluss oben um es vor dem backen einzuschneiden)
die stückgare beträgt 60 bis 90 minuten (bei mir 75 minuten bei raumtemperatur)

backofen mit gusseisenplatte/backstahl/stein rechtzeitig vorheizen: 250 grad ober-/unterhitze

teigling auf einen backschieber stürzen, ggf einschneiden oder den schluss sich kurz öffnen lassen
einschießen
250 grad 10 minuten mit schwaden anbacken, dann ablassen und temperatur reduzieren
190 15 bis 25 minuten kräftig ausbacken (klopfprobe)



anmerkungen
. backen in der kastenform möglich - dann die stückgare unbedingt verlängern und ggf länger backen (kerntemperatur messen)
. auch ohne sauerteig herrlich saftig und das über tage


bilder
frei geschoben mit entlastungsschnitt, kastenbrot, vorteig, frei geschoben mit schluss oben
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(golden) pizza - mit (süßem) sauerteig, ohne hefe

süßer sauerteig ist nicht wirklich süß - er ist nur besonders gut geeignet für "schwere" teige
er ist eher sehr mild und äußerst gärstabil, lange garen sind ohne säurespitzen und krumenverlust möglich
alternativ empfehle ich triebstarken lievito madre (fester weizensauerteig) oder li.co.li (weiche variante)



195 gr süßer sauerteig ta 180 (am vortag gefüttert - max. 2 tage alt)
350 gr wasser
500 gr caputo classica - pizzamehl
gut vermischen und 30 minuten abgedeckt ruhen lassen
weiterkneten, schluckweise
30 gr wasser
einkneten, zum ende
13 gr salz
kurkuma optional
10 gr olivenöl
der ausgeknetete teig ist geschmeidig, etwas weich, schön dehnbar
in eine leicht geölte teigwanne geben, mit feuchten händen zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold, 1 h ruhen lassen
2. coil fold, 1 h ruhen lassen
3. coil fold, 1 h ruhen lassen
4. coil fold, teig schön wattig und vergrößert (nicht verdoppelt) - in den kühlschrank bei 5 bis 7 °c für ~ 20 bis 24 h aufgehen lassen

backtag
ofen mit gusseisenplatte/backstahl/stein bei größter hitze vorheizen

den gut aufgegangenen teig auf bemehlter arbeitsfläche auskippen, teiglinge abstechen und nach wunsch ausziehen, auf einen vorbereiteten backschieber legen
anschließend belegen und bei großer hitze backen - ich auf gusseisen


anmerkungen
. nur milden und triebstarken sauerteig verwenden
. durch das kurkuma wird der teig golden, ein optisches highlight
. erste bilder mit chiliflocken und 24 h kalter gare (teig in wanne bevor er in den kühlschrank kommt und vor der verarbeitung)
. letze bilder mit kurkuma mit beispiel der luftigen teigentwicklung (teig in wanne bevor er in den kühlschrank kommt und vor der verarbeitung)

anleitung süßer sauerteig
annebackt.de/index.php?permalink=60688000
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hefewasser - my way

dies ist keine anleitung für einen neuansatz, informationen dazu und allgemeines findet sich hier:

brotokoll.com/wissen/hefewasser/

hier beschreibe ich, wie ich mir einen zögling ansetze - das reicht für 2 bis 4 teige, je nach teigbeschaffenheit und zeit
ich habe so die möglichkeit verschiedene sorten zu testen, ohne meine urkultur unnötigem stress auszusetzen oder zu viele hefewasser zu beherbergen

ein solch frischer ansatz ist bei mir in einem kleinen fermentierglas (www.bongu.de), welche ich von der größe her genau richtig finde


zutaten
50 gr hefewasser, schon vorhanden
50 gr trockenfrüchte (datteln, kirschen, aprikosen, tomaten... unbehandelt: ohne zucker, salz, öl oder schwefel)
20 gr zucker nach wahl - kein honig
300 gr wasser, nicht gefiltert

dies alles ins glas geben und umrühren
anschließend an einen warmen ort stellen - ich in den gärautomaten bei 28/29 grad
nach 10 bis 12 h mal umrühren, es sollte sich schon ein bisschen schaum gebildet haben
über nacht nehme ich den ansatz aus dem automaten und stelle ihn in den kühlschrank oder in die kühle küche - das dient der verlangsamung der stoffwechselvorgänge
am nächsten morgen sollten die früchte ordentlich gequollen sein, größtenteils schwimmen und es ist ein schaumteppich auf der oberfläche
- nochmal umrühren und ruhig mal probieren, es wird schon etwas hefig-gärig und leicht süßlich schmecken
ansatz wieder warm stellen
nach 6 bis 12 h wieder umrühren und probieren, der ansatz sollte weiterhin schaumig sein und intensiver im geschmack werden

es ist zeit für eine triebprobe:
10 gr hefewasser
10 gr mehl (ich roggen 1150)
vermischen und in einem kleinen glas (ich schnapsglas) wieder warm stellen
die masse sollte sich nun innerhalb von 4 h verdoppeln -
anschließend in den kühlschrank stellen
wenn keine verdopplung eintritt, dann das hefewasser noch einmal bis zum nächsten tag weiterreifen lassen (bitte bedenken - je kühler der ansatz steht, desto länger dauert das wachstum - nicht verzagen ;-))

wenn das hefewasser die triebprobe erfolgreich vollbracht hat darf es in den kühlschrank ziehen - so ist es nun etwa 2 wochen ohne qualitätsverlust nutzbar, ansonsten einmal die woche mit einem kaffeelöffel zucker versorgen und umrühren

verwendung
nach dem ansatz einen tag im kühlschrank nachreifen lassen
das gilt auch nach der zuckergabe, der muss erst verstoffwechselt werden - sonst hemmt es die fermentation
das hefewasser kann mit früchten genutzt werden (diese dann darin pürieren) - je nach gewünschter teigführung zwischen 5 und 30 % "versäuerung" in einem vorteig - es bieten sich feste (biga) oder auch weiche vorteige (poolish) an

vorteige:
entweder über nacht bei raumtemperatur reifen lassen: etwa 6 bis 14 h
oder im gärautomaten warm: etwa 2 bis 6 h
das nachreifen im kühlschrank ist ratsam, nach knapper verdopplung kühl stellen und am nächsten tag verwenden (länger geht auch - wenn der vorteig etwas einfällt ist das in der regel kein problem)
bei direkter verwendung empfehle ich den vorteig bis zu verdreifachung reifen zu lassen - am besten immer ein auge darauf halten


bilder
. frisch angesetzt
. nach knapp 9 h bei 29 °c
. dattel von oben
. kirsche von oben
. nach weiteren 14 h raumtemperatur
. schaumbildung dattel
. schaumbildung kirsche
. umgerührt
. nach weiteren knapp 4 h bei 29 °c
. positive triebproben nach 3 h im gärautomaten
. dattel nochmal umgerührt (anschließend kühlschrank)
. kirsche nochmal umgerührt (anschließend kühlschrank)
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schmandstuten oder nicht-hefekuchen mit süßem sauerteig - ohne butter, eier und hefe

vorausetzung: triebkräftiger sauerteig/lievito madre oder eben süßer sauerteig

mehlkochstück
40 gr weizen 550
200 gr milch
160 gr zucker, gern inkl etwas gemahlener vanille
alles in einen topf geben und unter rühren andicken lassen, ggf leicht köcheln
anschließend umfüllen, die oberfläche abdecken und die masse auskühlen lassen (mindestens 2 h)


hauptteig
380 gr süßer sauerteig, am vortag aufgefrischt oder vorher verdreifacht in unter 4 h (ta 180)
600 gr weizen 550
150 gr milch aus dem kühlschrank (erst mit 100 gr beginnen)
300 gr schmand aus dem kühlschrank
mehlkochstück
alles verkneten ~ 20 minuten (ankarsrum)
10 gr salz
zufügen und gut auskneten - teig wird geschmeidig, bindig

teig umfüllen in eine leicht geölte schüssel, mit feuchten fingern zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold und 1 h bei 28 °c ruhen lassen (gärautomat)
2. coil fold und 1 h bei 28 °c ruhen lassen
3. coil fold und 1 weitere stunde bei 22 °c reifen lassen
gut aufgegangenen, blasigen teig auf eine leicht bemehlte arbeitsfläche geben, teiglinge abstechen und locker rund formen
in zwei vorbereitete kastenformen geben (zu jeweils 1 kg)

stückgare bei raumtemperatur bis der teig den rand der form erreicht - das dauert zwischen 4 und 6 h
bei warmer stückgare kann die zeit knapp halbiert werden

ofen auf 210 °c vorheizen
teig mit milch bestreichen
10 minuten anbacken (unterste schiene auf rost), ggf leicht schwaden - diesen nicht ablassen
20 bis 30 minuten bei 175 °c zuende backen - kerntemperatur messen! je nach verwendeter form oder teigbeschaffenheit kann die backzeit länger sein (bei mir z. b. emaille 20 minuten, stahlblech 30 minuten)
direkt heiß nochmal mit milch einstreichen für glanz, anschließend noch kurz in der form ruhen lassen, dann vorsichtig entnehmen und auf einem rost auskühlen lassen

gefüllte variante - ich nenne es babka für faule
nach der stockgare:
auf der leicht bemehlten arbeitsfläche ausziehen wie pizzateig, gehackte schokolade darauflegen, einrollen und in eine vorbereitete rundform geben
stückgare 2 bis 6 h, je nach temperatur
backen wie oben



anmerkungen
. je nach sauerteigvariante wird die gare anders verlaufen - süßer sauerteig ist gern etwas langsam, dafür überaus gründlich und gärstabil
. das aroma erinnert leicht an quarkgebäck, eine ganz feine säure ohne schwere oder (für mich) störenden eigeschmack
. tagelang frisch mit saftiger und flauschiger krume
. wenn doch etwas übrig bleibt - oder einfach weil es lecker ist ;-) empfehle ich das toasten; der geschmack ist besser als jeder zwieback - das karamellisieren des teigeigenen zuckers, das knusprige gepaart mit dem flauschigen inneren
absolut zu empfehlen (")


bilder
. gebacken
. sauerteig und mehlkochstück
. teig nach der stockgare
. stückgare beginnt
. stückgare beendet
. direkt nach dem backen
. getoastet
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sweet'n sour - süßer sauerteig wie ich ihn mache

grundsätzlich braucht es dazu einen grundansatz triebkräftigen sauerteigs bzw anstellguts

ich führe 1:1 - bedeutet ich füttere 1 teil anstellgut mit 1 teil mehl
dazu kommen 25 % zucker und 80 % wasser - ähnlich einem li.co.li

einfach gesagt:

100 gr asg
100 gr mehl - ich weizen 550
25 gr zucker
80 gr wasser

dieses lasse ich gut vermischt in einem wecksturzglas im gärautomaten bei 28/29 grad knapp verdoppeln (das dauert je nach tag 2 bis 2,5 h) und stelle es dann in den kühlschrank bei etwa 5 grad
erst am nächsten tag nutze ich es zum backen, da es in dieser zeit gut nachgereift ist und noch mehr aroma gebildet hat

bei einer direkten nutzung würde ich eine knappe verdreifachung des sauerteigs bevorzugen


der sauerteig ist nicht wirklich süß, sondern toleranter in der gare - die gärstabilität im teig ist sehr faszinierend, das anstellgut selbst ist nach tagen im kühlschrank noch voller stand und bereit in einem teig der wahl seinen beitrag zu leisten

ich verwende ihn gern in süßem gebäck, aber auch in brötchenteig oder direkt gebacken als pfannkuchen (ideal zur resteverwertung bei mehreren auffrischungen)
das aroma , der duft erinnert leicht an quark - nicht wirklich säuerlich, aber fein aromatisch und sehr mild
auffrischungen etwa 2 x die woche


bilder:
titelbild
2 h im kühlschrank
am nächsten tag
aklimatisiert vor dem füttern
3 bilder von einem rest nach knapp einer woche im kühlschrank
einen tag nach gefüttert
noch einen tag später vor dem backen
pancakes


bis der süße einsatzbereit ist kann es einige auffrischungen brauchen - nicht jedes anstellgut ist bereit sich auf zuckerhaltige nahrung umzustellen
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schmandkuller *hefewasserversion

lange kalte fermentation im kühlschrank für aroma und flexibilität

voraussetzung: aktives ferment-/hefewasser

vorteig
200 gr hefewasser, ggf püriert
200 gr dinkel 1050
gut vermischen, so dass es keine mehlnester gibt
in einem hohen glas (z. b. weck sturzglas) bei 28/29 °c verdoppeln lassen und über nacht in den kühlschrank stellen (oder knapp verdreifachen lassen und dann teig herstellen)

hauptteig
200 gr schmand
200 gr milch
200 gr wasser
vorteig
15 gr honig/inaktives flüssigmalz/rübenkraut/...
100 gr urdinkel 1050
700 gr mailänder krusties mehl (bongu.de) alternativ 550er weizen in mühlenqualität
alle zutaten gut verkneten, so dass es keine trockenen stellen mehr gibt
vor dem trocknen geschützt abdecken und 30 minuten ruhen lassen
anschließend den teig langsam auskneten, nach ein paar minuten
22 gr salz
hinzufügen und weiterkneten
der fertige teig ist geschmeidig, dehnbar und löst sich gut vom kesselrand
eine teigwanne (5 l) leicht ölen und den teig hineingeben, mit feuchten fingern zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
2. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
3. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
4. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
5. coil fold
der teig ist nun straffer, leichte bläschen sind sichtbar - teig wieder abdecken und für etwa 42 h in den kühlschrank stellen, idealerweise bei 5 grad (wärmer beschleunigt, kälter hemmt die gare - ich hatte ihn schon über 65 h im kühlschrank)

am backtag
teig aus dem kühlschrank nehmen (ist weiter vergrößert, mindestens verdoppelt) und eine stunde aklimatisieren lassen
anschließend auf eine leicht bemehlte arbeitsfläche geben
18 teiglinge zu etwa 100 gr abstechen und rund schleifen
in bäckerleinen 2 bis 3 h gehen lassen (gut abdecken - z. b. mit gärfolie, die teiglinge sollen nicht antrocknen)
die stückgare hängt mit der temperatur und der teigqualität zusammen - bei mir ist es recht kühl und die gare dauerte 3 und knapp 3,5 h

backen (backstahl/gusseisen)
rechtzeitig vorheizen auf 250 grad
brötchen nochmal bemehlen, einschneiden dann einschießen
6 minuten mit schwaden bei 250 grad heißluft, anschließend schwaden ablassen
8 minuten bei 250 grad goldbraun zuende backen (klopftest)


anmerkungen
. bilder: fertige brötchen, teig bevor er in den kühlschrank kommt, stückgare beginnt, ende stückgare, mehlen und einschneiden, auskühlen
. ich backe grundsätzlich vor, die brötchen werden nach dem abkühlen gut verpackt und zum frühstück frisch mit dampf aufgebacken - warm, flauschig und knusprig :-)
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sesam ciabattinis mit lievito madre ohne hefezugabe

zutaten
325 gr wasser
40 gr sesam, geröstet
20 gr tahin
175 gr lievito madre, aufgefrischt und gut triebfähig
400 gr weizen 812
in der knetmaschine alles vermischen, so dass es keine trockenen stellen mehr gibt
kessel gut abdecken und 30 minuten ruhen lassen
anschließend weiterkneten, nach und nach bis zu
50 gr wasser einfließen lassen, je nach aufnahmefähigkeit des mehles
wenn der teig geschmeidig und fast ausgeknetet ist
12 gr salz zugeben
25 gr schmand
zum schluss, teig geschmeidig und matt glänzend zuende kneten

eine teigwanne/transparente schüssel leicht einölen
teig hineingeben, mit feuchten händen zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold, abdecken und 1 h ruhen lassen
2. coil fold, abdecken und 1 h ruhen lassen
3. coil fold, abdecken und 1 h ruhen lassen
4. coil fold, abdecken und ruhen lassen bis der teig sich in etwa verdreifacht hat - je nach temperatur von teig und küche, sowie triebkraft der madre kann das 2 bis 4 h dauern (bei mir nochmal 3,5 h bei 20 grad)

die arbeitsfläche gut bemehlen (ich vollkorngrieß) und den teig daraufstürzen, vorsichtig etwas in form ziehen (nicht entgasen) und nochmal bemehlen
2 backpapiere/-matten bereitlegen
mit einer teigkarte teiglinge nach wunsch abstechen und darauf setzen (leicht mit den fingern etwas stippen, so dass sie etwas gleichmäßig werden - nicht entgasen)
nun den ofen mit backstahl/-stein oder gusseisenplatte auf 250 grad stellen ~ 30 bis 45 minuten

backen
250 grad heißluft 6 minuten mit schwaden, diesen dann ablassen
235 bis 250 grad weitere 6 bis 10 minuten zuende backen
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pita - brottaschen mit sauerteig ohne hefezugabe

voraussetzung: fittes anstellgut (meines wird 1:2:2 bei 29 grad aufgefrischt und braucht keine 2 h bis zur verdopplung)


sauerteig
70 gr asg, bei mir weizen und roggen gemischt
75 gr t 80 (alternativ w 1050)
75 gr wasser
gut miteinander vermischt, in ein hohes schmales gefäß (weckglas) für 2 bis 3 h (unbedingt unter 4 h) bei 29 grad bis zur guten verdopplung aufgehen lassen (ich im gärautomaten)


hauptteig
250 gr wasser
sauerteig
390 gr t 80 (alternativ w 1050)
etwas frisch gemahlener pfeffer
alle zutaten gut miteinander verkneten, so dass es keine trockenen stellen mehr gibt
teigschüssel abdecken und 30 minuten ruhen lassen
anschließend weiterkneten (langsamste stufe) und nach einigen minuten
10 gr salz
einrieseln lassen, teig sollte sich danach weiter straffen
zum ende, wenn der teig schon gut ausgeknetet ist, kommen noch
10 gr olivenöl, tröpfchenweise
dazu bis der teig sich gut vom kessel löst, straff und bindig ist, matt glänzt

den fertigen teig in eine leicht geölte teigwanne/transparente schüssel geben und mit feuchten fingern zur mitte falten
teig umdrehen
1. coil fold, abdecken und 1 h ruhen lassen
2. coil fold, abdecken und 1 h ruhen lassen
3. coil fold, abdecken und weiter gehen lassen bis der teig sich etwas mehr als verdoppelt hat (bei mir bei raumtemperatur weitere 3 h)

die arbeitsfläche mit semola oder roggenmehl vorbereiten und den teig zu 12 kugeln schleifen, diese 20 abgedeckt minuten entspannen lassen
nun zu dünnen fladen ausrollen, mit mehl bepudern und versetzt stapeln

nun ausbacken:
eine trockene (gusseiserne) pfanne erhitzen und die fladen nach und nach backen
wenn sie gut ausgerollt sind, dann blähen sie sich in der pfanne gut auf - löcher unbedingt mit einem pfannenweder zudrücken, sonst dehnt die heiße luft den fladen nicht gleichmäßig
einmal wenden

zum warmhalten bei 60 grad im ofen aufeinander legen - so bleiben sie weich und warm
zum füllen eine seite öffnen und nach belieben mit salat und co reichen



anmerkungen
. da mein asg äußerst triebig und mild ist, verwende ich meist auffrischreste für dieses rezept - daher können die garezeiten abweichen (abgesehen davon, dass jede kultur ihr eigenes leben hat und nicht immer vergleichbar ist)
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schmandkuller *hefeversion

lange kalte fermentation im kühlschrank für aroma und flexibilität


zutaten
200 gr schmand
200 gr milch
400 gr wasser
2,5 gr biohefe, frisch
15 gr honig/inaktives flüssigmalz/rübenkraut/...
300 gr urdinkel 1050
700 gr mailänder krusties mehl (bongu.de) alternativ 550er weizen
alle zutaten gut verkneten, so dass es keine trockenen stellen mehr gibt
vor dem trocknen geschützt abdecken und 30 minuten ruhen lassen
anschließend den teig langsam auskneten, nach ein paar minuten
22 gr salz
hinzufügen und weiterkneten
der fertige teig ist geschmeidig, dehnbar und löst sich gut vom kesselrand
eine teigwanne (5 l) leicht ölen und den teig hineingeben, mit feuchten fingern zur mitte falten und umdrehen
1. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
2. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
3. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
4. coil fold, anschließend 1 h ruhen lassen
5. coil fold
der teig ist nun straffer, leichte bläschen sind sichtbar - teig wieder abdecken und für etwa 42 h in den kühlschrank stellen, idealerweise bei 5 grad (wärmer beschleunigt, kälter hemmt die gare)

am backtag
teig aus dem kühlschrank nehmen (ist weiter vergrößert, mindestens verdoppelt) und eine stunde aklimatisieren lassen
anschließend auf eine leicht bemehlte arbeitsfläche geben
18 teiglinge zu etwa 100 gr abstechen und rund schleifen
in bäckerleinen 2 bis 3 h gehen lassen (gut abdecken - z. b. mit gärfolie, die teiglinge sollen nicht antrocknen)
die stückgare hängt mit der temperatur und der teigqualität zusammen - bei mir ist es recht kühl und die gare dauerte 3 und knapp 3,5 h

backen (backstahl/gusseisen)
rechtzeitig vorheizen auf 250 grad
brötchen nochmal bemehlen, einschneiden dann einschießen
6 minuten mit schwaden bei 250 grad heißluft, anschließend schwaden ablassen
8 minuten bei 250 grad goldbraun zuende backen (klopftest)


anmerkungen
. bilder: fertige brötchen, teig nach der stockgare, stückgare beginnt, ende stückgare, mehlen und einschneiden
. ich backe grundsätzlich vor, die brötchen werden nach dem abkühlen gut verpackt und zum frühstück frisch mit dampf aufgebacken - warm, flauschig und knusprig :-)
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23.02.2021 08.30 Anne Sophie Bertram
hallo claudia,
ich habe noch nie mit kefir gearbeitet - beim schmand ist der fett- und wassergehalt ausschlaggebend
vielleicht probierst du es aus und berichtest dann? wenn der kefir wässriger ist als schmand, dann unbedingt erst etwas weniger wasser zum teig geben :-)
ich wünsche frohes backen

22.02.2021 19.48 Claudia Edelmann
Hört sich toll an, ob man den Schmand auch durch Milchkefir ersetzen kann ?

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bauernkasten 50:50 sauerteigbrot ohne hefezugabe

voraussetzung: fittes anstellgut (meines wird 1:2:2 bei 29 grad aufgefrischt und braucht keine 2 h bis zur verdopplung)

ergibt 2 kastenbrote von etwa 900 gr

brühstück
30 gr altbrot, stark geröstet und gemahlen
90 gr wasser, kochend
das altbrot mit dem wasser übergießen, einmal umrühren
masse an der oberfläche abdecken und auskühlen lassen (ggf über nacht)


sauerteig
24 gr anstellgut roggen
240 gr roggen 1150/1370
30 gr altbrot, stark geröstet und gemahlen
300 gr kaffee/wasser (ich kühl, wer es milder möchte nimmt warmes wasser)
zutaten in einem schüsselchen gut vermischen (spatel), anschließend in ein hohes, transparentes gefäß mit deckel geben (ich nutze weck sturzgläser) und den füllstand markieren (rand sollte sauber sein, masse ggf mit einem feuchten löffel/spatel zusammendrücken)
der sauerteig bleibt nun bei raumtemperatur bis zur guten verdopplung stehen (bei mir etwa 20/21 grad 8 bis 9 h, das kann je nach asg auch deutlich länger dauern - bis zu 16 h)
der sauerteig sollte gut fermentiert sein, eine abgesenkte wölbung haben, aber nicht eingefallen sein


hauptteig
500 gr wasser, kühl
sauerteig
brühstück
240 gr roggen 1150/1370
480 gr weizen 812
im langsamen gang in der maschine mischen
wenn sich alle zutaten verbunden haben den kessel abdecken und alles 30 minuten ruhen lassen

anschließend langsam weiterkneten (ich insgesamt etwa 10 minuten mit der ankarsrum)
20 gr wasser wer mag, teig ist recht weich
21 gr salz
brotgewürz optional (ich ohne)
dazugeben und noch einige minuten weitermischen bis der teig spannung entwickelt (der weizen sorgt für bindung, dennoch nicht zu lange kneten wegen dem roggen)
der teig löst sich gut vom schüsselrand, "schmatzt" und "klatscht"

den fertigen teig in eine leicht geölte teigwanne geben, mit feuchten händen zur mitte falten und umdrehen (etwas klebrig)
eine stunde ruhen lassen, dann vorsichtig ein coil fold versuchen, teig weiterruhen lassen bis er sich gut verdoppelt hat (je nach umgebungs- und teigtemperatur kann das 2 bis 4 h dauern)

schön fermentierten teig auf die bemehlte arbeitsfläche geben, halbieren, vorsichtig formen und in jeweils eine vorbereitete kastenform (230 x 110 x 95 mm) geben (nicht in die form drücken - nur hineingeben)
die oberfläche vom teig nochmal bemehlen und dann gut abdecken, damit die teighaut nicht antrocknet

stückgare, auch hier individuell zwischen 2 und 4 h
bei mir waren es 3 h (zwischendurch den fingerdrucktest machen und volumen kontrollieren)

ofen rechtzeitig auf 250 grad ober-/unterhitze vorheizen

backen (aluminierte stahlform)
unterste schiene auf rost - vorgeheizt auf 250 grad ober-/unterhitze
250 grad 10 minuten mit schwaden anbacken, dann temperatur reduzieren und schwaden ablassen
190 grad 30 minuten, anschließend vorsichtig aus der form nehmen und
10 bis 15 minuten nachbacken

die kerntemperatur gibt aufschluss darüber wann das brot durchgebacken ist - etwa 98 grad, das nachbacken soll die kruste stabiler machen
in emaille ist die backzeit kürzer!

ich empfehle mit dem anschnitt ein paar stunden oder gar bis zum nächsten tag zu warten ;-)
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06.03.2021 11.47 Anne Sophie Bertram
liebe dagmar, vielen dank für deine liebe rückmeldung - ich freue mich sehr!

06.03.2021 08.52 Dagmar
Kurz und knapp: einfach, geschmackvoll, weiche Krume und lange Frischhaltung
Mein erstes mir wirklich perfekt gelungenes Sauerteigbrot

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